Darüber spricht man nicht? Doch!

Wenn Sie einen neuen Partner kennengelernt haben, sollten Sie das Thema sexuell übertragbare Krankheiten offen ansprechen.

Chlamydia trachomatis

Ungewöhnlich kleine Bakterien, die sich in Zellen vermehren. Chlamy­dien werden bei Sexualkontakten weitergegeben. Frauen stecken sich schneller beim Mann an als Männer bei Frauen: Die Hälfte aller Frauen haben nach einmaligem Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Mann Chlamydien; bei den Männern sind es im umgekehrten Fall dagegen nur ein Viertel.

Unauffällig tückisch

Generell ist die Gefahr, den Erreger einzufangen, zehnmal höher als das Risiko, sich mit einem Tripper (Gonorrhoe) anzustecken. Chlamydien-Infektionen sind die häufigste sexuell übertragbare bakterielle Erkrankung.

Besonders tückisch: Jede zweite Frau spürt nichts oder kaum etwas davon, wenn Chlamydien sich im Gebärmutterhals (Zervix) festgesetzt haben; unbemerkt können die Bakterien deshalb weiter in die Gebärmutter vordringen, bis zu den Eileitern und den Eierstöcken aufsteigen und dort ebenfalls Entzündungen verursachen.

Chlamydien sind in fast der Hälfte aller Fälle die Ursache von Eileiterentzündungen; in deren Verlauf können die Wände miteinander verkleben und dadurch den inneren Durchlass verschließen, so dass künftig keine Eizellen mehr hinab in die Gebärmutter und keine Spermien mehr hinauf zur Befruchtung gelangen können. Ein großer Teil der ungewollten Kinderlosigkeit geht auf Infektionen mit Chlamydia trachomatis zurück.

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Wissenswertes zu Chlamydien

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